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Saigō Takamori: Quiz
10 Fragen · Geschichte
Saigō Takamori kam 1828 in Kagoshima zur Welt, der Hauptstadt der Satsuma-Domäne im äußersten Süden Japans. Er stammte aus einer armen Familie niederer Samurai und wuchs im selben Viertel auf wie Ōkubo Toshimichi, sein Freund aus Kindertagen. Groß, schwer und mit auffallend dunklen Augen, war er ein Mann, dem andere folgten. Zweimal musste er Jahre auf entlegenen Inseln im Süden verbringen, einmal vor dem Shogunat versteckt, einmal von seinem eigenen Herrn verbannt, und kehrte jedes Mal zurück, gebraucht wie zuvor.
In den 1860er Jahren wurde er zum militärischen Kopf der Bewegung gegen das Shogunat. 1866 verbündete sich Satsuma mit dem alten Rivalen Chōshū, und zwei Jahre später führte Saigō die kaiserlichen Truppen gegen die Tokugawa. Vor Edo trafen er und der Unterhändler Katsu Kaishū eine Abmachung, die der Millionenstadt einen Häuserkampf ersparte: Die Burg wurde kampflos übergeben. In der neuen Meiji-Regierung saß er an höchster Stelle. Doch 1873 zerstritt er sich mit ihr über den Umgang mit Korea, trat zurück und ging nach Hause, wo er Schulen für junge Samurai gründete.
Die Samurai verloren in jenen Jahren ihre Schwerter, ihre Bezüge und ihren Stand. 1877 erhoben sich Tausende von ihnen in Satsuma, und Saigō stellte sich an ihre Spitze, wohl mehr aus Pflicht als aus Überzeugung. Gegen die moderne Wehrpflichtarmee hatten sie keine Chance. Am 24. September 1877 endete der Aufstand auf dem Hügel Shiroyama über Kagoshima, wo der verwundete Saigō starb. Zwölf Jahre später rehabilitierte ihn der Kaiser. Seit 1898 steht im Ueno-Park in Tokio seine Bronzestatue im schlichten Kimono, mit seinem Hund an der Leine, und der Film „Last Samurai“ von 2003 griff seine Geschichte lose auf.
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