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Tomoe Gozen: Quiz
10 Fragen · Geschichte
Ob Tomoe Gozen wirklich gelebt hat, weiß niemand genau. Was wir über sie wissen, stammt fast ganz aus dem Heike monogatari, dem großen Kriegsepos über den Untergang der Taira, das Mönche mit der Laute vortrugen, lange bevor es aufgeschrieben wurde. Dort erscheint sie im 12. Jahrhundert im Gefolge von Minamoto no Yoshinaka, einem Vetter des späteren Shōguns Yoritomo. Yoshinaka hatte sie aus der bergigen Provinz Shinano mitgebracht, zusammen mit einer zweiten Frau namens Yamabuki, die krank in der Hauptstadt zurückblieb.
Das Epos beschreibt Tomoe als schön, mit heller Haut und langem Haar, und zugleich als furchtlose Reiterin, die mit dem Bogen ungewöhnlich stark war und mit dem Schwert einem Krieger glich, der tausend aufwiegt. Sie ritt Pferde, die kein anderer bändigte, und galoppierte steile Hänge hinab. Wann immer eine Schlacht anstand, schickte Yoshinaka sie als einen seiner ersten Hauptleute voraus.
Ihre berühmteste Szene spielt 1184 bei Awazu am Biwa-See. Yoshinakas Heer war zerschlagen, nur noch eine Handvoll Reiter war übrig. Er befahl Tomoe zu fliehen: Es wäre eine Schande, wenn man sagte, er sei mit einer Frau an seiner Seite gestorben. Sie gehorchte, doch zuvor stellte sie sich noch einem starken Krieger aus Musashi, Onda no Hachirō, riss ihn an ihren Sattel und tötete ihn. Dann warf sie ihre Rüstung ab und ritt nach Osten davon. Yoshinaka fiel kurz darauf. Spätere Erzählungen lassen Tomoe heiraten oder als Nonne alt werden; belegt ist davon nichts. Im Nō-Theater lebt sie fort: Im Stück „Tomoe“ erscheint ihr Geist und klagt, dass sie nicht mit ihrem Herrn sterben durfte.
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