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Tokugawa Ieyasu: Quiz
10 Fragen · Geschichte
Tokugawa Ieyasu kam 1543 auf der Burg Okazaki in der Provinz Mikawa zur Welt, als Sohn eines kleinen Fürsten aus dem Haus Matsudaira, das zwischen mächtigen Nachbarn eingeklemmt war. Seine Kindheit verbrachte er als Pfand: Erst geriet er in die Hände der Oda, dann lebte er jahrelang als Geisel der Imagawa in Sunpu. Der Junge, der damals Takechiyo hieß, lernte dort früh, was ihn sein Leben lang auszeichnen sollte: abwarten, beobachten und erst handeln, wenn der Augenblick gekommen ist.
Als die Imagawa 1560 bei Okehazama ihren Herrn verloren, machte er sich selbstständig und schloss 1562 ein Bündnis mit Oda Nobunaga, dem aufstrebenden Fürsten aus Owari. Zwei Jahrzehnte lang hielt er ihm die Treue und überstand an seiner Seite auch bittere Niederlagen. Nach Nobunagas Tod arrangierte er sich mit Toyotomi Hideyoshi, der ihn 1590 in die Kantō-Ebene versetzte. Ieyasu machte aus dem bescheidenen Burgort Edo seinen neuen Sitz, eine Entscheidung, aus der das heutige Tokio hervorging.
Nach Hideyoshis Tod griff er nach der ganzen Macht. In der Schlacht von Sekigahara besiegte er im Herbst 1600 die Westarmee, und 1603 ernannte ihn der Kaiser zum Shōgun. Schon zwei Jahre später übergab er das Amt seinem Sohn Hidetada, behielt aber als Ruheständler in Sunpu die Fäden in der Hand. Zu seinen Ratgebern gehörte sogar ein Engländer: der Seefahrer William Adams, der 1600 in Japan gestrandet war und als Samurai den Namen Miura Anjin erhielt.
Ieyasu starb 1616. Ein Jahr später wurde er in den Tōshō-gū von Nikkō überführt, wo man ihn bis heute als Gottheit verehrt. Ein bekanntes Sprichwort vergleicht die drei Reichseiniger mit einem Kuckuck, der nicht singen will: Nobunaga tötet ihn, Hideyoshi bringt ihn zum Singen, Ieyasu wartet, bis er singt. Das Shogunat, das er begründete, hielt sich mehr als 260 Jahre.
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