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Takeda Shingen: Quiz
10 Fragen · Geschichte
Takeda Shingen kam 1521 in der gebirgigen Provinz Kai zur Welt, dem heutigen Yamanashi westlich von Tokio. Als Kind hieß er Katsuchiyo, als junger Mann Harunobu; den Namen Shingen nahm er erst 1559 an, als er buddhistischer Laienmönch wurde. Sein Vater Takeda Nobutora war ein harter Kriegsherr, der den jüngeren Sohn vorzog. 1541 drehte der Zwanzigjährige den Spieß um: Mit Rückhalt der Gefolgsleute ließ er den Vater nach einem Besuch bei den Imagawa in Suruga einfach nicht mehr über die Grenze zurück. Nobutora verbrachte den Rest seines langen Lebens im Exil.
In den folgenden Jahrzehnten eroberte Shingen fast ganz Shinano und machte Kai zu einem der gefürchtetsten Länder Japans. Bezahlt wurde das mit Gold: Die Bergwerke der Provinz lieferten das Metall, aus dem die Takeda eigene Münzen prägten. Seine Reiterei galt als die beste ihrer Zeit, und auf seinem Banner standen Zeilen aus Sunzis „Die Kunst des Krieges“: schnell wie der Wind, still wie der Wald, verheerend wie das Feuer, unerschütterlich wie der Berg, kurz Fūrinkazan. Die Zeitgenossen nannten ihn den „Tiger von Kai“.
Sein großer Rivale war Uesugi Kenshin aus Echigo, mit dem er sich über Jahre um Shinano schlug. Den größten Triumph feierte Shingen aber gegen einen anderen: Zum Jahreswechsel 1572 auf 1573 schlug er bei Mikatagahara den jungen Tokugawa Ieyasu so vernichtend, dass dieser nur mit Mühe in seine Burg Hamamatsu entkam. Der Weg nach Kyōto schien offen.
Doch wenige Monate später, im Frühjahr 1573, starb Shingen auf dem Feldzug, wohl an einer Krankheit. Sein letzter Wille lautete, drei Jahre lang solle niemand von seinem Tod erfahren. Ganz gelang das nicht. Sein Sohn Takeda Katsuyori übernahm das Haus und verlor 1575 bei Nagashino die berühmte Reiterei an die Gewehrschützen Oda Nobunagas und Ieyasus. 1582 ging das Haus Takeda unter.
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